09.10.00
Japetus ist ein interessanter Mond: In der westlichen Elongation, wenn die helle Seite dem Beobachter zugewandt ist, erreicht er 10mag, in östlicher Elongation fällt die Helligkeit auf 12mag ab. Dies in zwei CCD-Bildern gegenüber zu stellen oder auch visuell zu schätzen, ist sehr reizvoll. Hyperion aber war eine harte Nuss, was im Bild auch deutlich zu erkennen ist.

In meinem Beobachtungsbuch steht dazu:
"Jetzt versuche ich im "glare" des Saturn dessen Mond Hyperion ausfindig zu machen. Ich versuche ihn noch vor Ort mit verschiedenen Stretching-Methoden erkennbar zu machen, habe in der weißen Fläche mit der Photometrierlupe den Eindruck, dass da etwas Schwaches ist, aber sehen tue ich ihn nicht."
Ich nehme eine längere Serie von Einzelbildern (wieder mit meinem azimutal montierten f/15-7zoll-Maksutov und der ST-7) auf und co-addiere sie zuhause zu einem Bild mit einer Gesamtbelichtungszeit von 180s. Nach der Anwendung von "expo-Stretch" erkenne ich schließlich den Saturnmond Hyperion (14.2mag). Das ist endlich mal wieder ein richtiges Erfolgserlebnis. Der Stern links oberhalb von Hyperion hat lt. Guide eine Helligkeit von 14.7 mag.